Pflegenotstand

Auch durch den demographischen Wandel wird der Pflegenotstand eines der wichtigsten Themen in der Zukunft sein. Um seine katastrophalen Auswirkungen zu verhindern muss die Politik aktiv werden.

FRAGE

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Hallo, ich bin Jasmin und bin 24 Jahre alt. Vor 4 Jahren habe ich meine Ausbildung zur Altenpflegerin abgeschlossen und arbeite seit dem in einem Kieler Altenheim. Meine Arbeit mit den alten Leuten erfüllt mich sehr, jedoch erleben meine Kollegen und ich täglich, was es heißt, am Limit zu arbeiten. Oft fällt es aufgrund des enormen Personalmangels schwer, die Arbeit gut und würdig, so wie es alle Pflegebedürftigen verdient haben, zu verrichten. Deswegen lautet meine Frage: Was tut ihre Partei, um den Pflegenotstand zu überwinden?

ANTWORTEN

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Wir wollen als Grüne, dass es bundesweit 50.000 mehr Pfleger und Pflegerinnen gibt. Die lassen sich nicht zaubern. Dafür muss man den Beruf attraktiver machen und mehr Geld zahlen. Es ist eine harte Arbeit und vor allem eine für die Gesellschaft essentielle Arbeit. Mehr Geld und bessere Bedingungen sind das A und O.

-Aminata Touré, Abgeordnete im Kieler Landtag

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Der SSW will die Pflege im Gesundheitssystem insgesamt aufwerten. Außerdem wollen wir den Pflegeberuf durch eine höhere Bezahlung und verbesserte Arbeitsbedingungen attraktiver machen. Die auf Bundesebene angekündigten zusätzlichen Stellen in der stationären Altenpflege dürfen nur ein Anfang sein. Wir wollen eine noch deutlich stärkere Entlastung der Pflegekräfte in Krankenhäusern und Heimen und setzen uns deshalb für einen verbindlichen Personalschlüssel ein.

- Lars Harms, Fraktionsvorsitzender SSW im Landtag Kiel

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Der Pflegeberuf ist ein Beruf mit enormen Fachkräftemangel. Eigentlich sollte sich dies in guten Löhnen für die ArbeitnehmerInnen widerspiegeln. Dies tut es leider jedoch überwiegend nicht. Wir brauchen eine deutliche Ausbildungsoffensive, d. h. die Steigerung der Platzzahl an den Pflegeschulen. Insgesamt wird dringend mehr Geld im System benötigt, um auch mehr Pflegekräfte einstellen zu können. Derzeit müssen Pflegekräfte im Durchschnitt 21 Minuten pro Arbeitsstunde mit Dokumentationspflichten verbringen. Hier sollte sich Politik und Arbeitgeberseite für eine stärkere Konzentration auf die pflegerischen Tätigkeiten einigen.

- Dennys Bornhöft, Abgeordneter im Landtag Kiel

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Ich will die Pflegeberufe dadurch attraktiver machen, indem die Beschäftigten besser bezahlt werden, die Ausbildung ausschließlich vom Staat finanziert und die gesellschaftliche Anerkennung des Berufes erhöht wird.

- Thomas Hölck, Abgeordneter im Landtag Kiel

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